Das Reverse-Graffiti

…mehr Arbeit als gedacht! Aber ein kleines Abenteuer: Am Donnerstag haben Marion und Ina vom Bauhof die Absperrungen für den Gehweg abgeholt – passten von der Länge her nicht ins Auto, mit Gaffa-Tape wurde improvisiert. Am Freitag ging es dann nach Rheine-einen mobilen Hochdruckreiniger abholen, breiter Anhänger, 1600 kg. Bei der Einführung in die Technik wurde Ina klitschnass – sie stand zur falschen Zeit am falschen Ort. Mit nasser Hose ging es zurück nach Osnabrück. Anhänger bei Marion auf dem Hof abgestellt – zum Glück waren die Nachbarn zum Rangieren da! Da die Zeit am Samstag knapp werden würde zurück zur Kunstschule und schon mal die Abklebung für das Graffiti begonnen. Wieder zu Hause muss der Anhänger noch mit Wasser befüllt werden, Wasserstandsanzeige? Fehlanzeige. Erschöpft von einem anstrengenden Tag hat Marion beim Abwaschen ins Messer gefasst. Schnittwunde, Krankenhaus – Fahrverbot. Wer fährt jetzt den Anhänger? Zum Glück funktioniert das Netzwerk. Nach einigem hin und her steht der Hochdruckreiniger an der gewünschten Stelle. Absperrung runtertragen und aufstellen und endlich kann es losgehen. Wir kleben die Schablonen an, testen den Hochdruckreiniger, Vanessa und Hannah legen los. Funktioniert super – auf den Schablonen… Wie befürchtet – aber mangels Alternativen verdrängt – hält das Klebeband dem Wasserdruck nicht stand. Was nun? Die Schrift sieht super aus, aber für die großen Bögen gibt es keine Schablonen. Handarbeit ist gefragt. Während Vanessa und Hannah in der Kunstschule unsere Aktionen für die Abschlussveranstaltung vorbereiten greifen Ina und Merle zu Bürste und Seife, Bürste und Seife, Bürste und Seife… Dann endlich fertig. Fertig? Schablonen und Klebeband runter, Absperrungen abbauen und wegfahren und den Anhänger wieder ans Auto. Letzteres ist gar nicht so einfach: Stützen weg, Auto ran, aber der Anhänger steht abschüssig und so, dass man nicht gerade heranfahren kann. Nach längerem hin und her siegt die Schwerkraft: der Anhänger kippt nach hinten und die Kupplung ragt in die Luft. Mit Muskelkraft lässt sich da nichts machen, selbst ein Mann auf dem Gestänge bringt nichts in Bewegung. Da bräuchte man wahrscheinlich 10, mindestens… Was nun? Schließlich die rettende Idee: mit Hilfe zweier Wagenheber bringen wir den Anhänger soweit in die Waagerechte, dass unsere Muskelkraft den Rest schafft. Jetzt klappt das mit dem Auto plötzlich auf Anhieb – wenigstens das…

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