Teilnehmer_innenKategorie: SachfrageTeilnehmer_innen
Mitarbeiter asked 3 Jahren ago

 Liebe Projekte, liebe Kunstschulen, nun sind es knapp 9 Wochen seit dem 1. Round Table in Hannover. Einige von den Projekten sind bereits mittendrin, andere schwer in der Planung. Ein Thema kam an mehreren Orten auf: Wie gewinnt ihr Teilnehmer_innen für eure Projekte? Vielleicht gibt es darüber einen gegenseitigen Austausch. Liebe Grüsse von Susanne
 

1 Antworten
Kunstschule Oldenburg Mitarbeiter answered 3 Jahren ago

Ihr Lieben, endlich ein Kommentar zu dieser Frage. Bei uns waren die ersten drei offiziellen Fototermine sehr dünn besucht und beim vierten rannten sie uns die Bude ein. Das resultiert aber (fast) ausschließlich auf privates \”Anwerben\” persönlich oder via social media. Die Menschen, die also zu uns in den Workspace kamen um Kleidung zu spenden, eine Geschichte dazu zu erzählten und sich damit fotografieren ließen, kamen überwiegend aus dem Umfeld Kultur/Kunst/Design. (Ob das gut oder schlecht ist, will ich nicht werten.) Wir hatten eine gute Presse vorab und alle Möglichkeiten bezüglich Ankündigungen per Flyer, Plakate ausgeschöpft. Das schafft zwar die nötige Öffentlichkeit, aber hat wahrscheinlich kaum jemanden bewegt, zu uns zu kommen. Was auch daran liegt, dass die Teilnahme mit einem gewissen Aufwand (Kleidungsstück aussuchen, herkommen, Terminbindung…) (und es war Vorweihnachtszeit…) verbunden ist – und man/frau hat ja erstmal nichts davon.  Eigentlich braucht so ein Projekt mehr Vorlauf, mehr Zeit, damit sich herum spricht, was in dem Projekten passiert – aber die hatten wir nicht.  Vielleicht muss man sich im Vorfeld (noch) mehr damit beschäftigen, welche Motivation jemand entwickeln kann, teilzunehmen? Da unterscheiden sich die Projekte doch sehr stark… In unserem Fall kann es, glaube ich, tatsächlich nur über die persönliche Bindung funktionieren da die Situation (Fotografieren, Geschichte erzählen) was ganz persönliches, fast intimes ist (ein junger Mann ein eine völlig durchlöcherte Boxershort gespendet!) und eine entsprechende Atmosphäre braucht und entsteht durch ein \”ich bin auch da – wir treffen uns dann\” … Von den Studierenden wurde noch kritisiert, das die Inhalte unseres Flyers zu komplex und dadurch unpräzise sind und die Texte auf der generationKUNST-seite zu kompliziert…also auch hier Vermittlung durch Sprache, ein bekanntes und bewusstes Problem. Das hilft wahrscheinlich nicht wirklich weiter, aber dass waren meine Gedanken zu unserer Situation…Grüße!!!