Kunstschulen* gestalten** das WIR***!

Nach zwei Jahren Modellprogramm generationKUNST – Kunstschulprojekte von der kulturellen Teilhabe zu gesellschaftlichem Empowerment, geht generationKUNST 2019 in eine neue Phase:

Kunstschulen* gestalten** das WIR***!
* Freiraum
** denken, forschen, handeln
*** für-/mit-einander

Kunstschulen sind Räume der Freiheit, in denen durch die und mit den Künste/n experimentiert, erfunden, gespielt, kommuniziert werden darf. Alle sind willkommen, mitzuwirken, Gesellschaft im Kleinen und Großen zu gestalten.

generationKUNST-schul-Projekte

• verstehen Kunst als eine ästhetische und soziale Praxis.

• erproben co-kreative und co-intelligente Prozesse mit den Künsten.

• laden zu Kommunikationsprozessen durch und mit Kunst ein.

• setzen an der ästhetischen Praxis der Teilhabenden an.

• handeln von Menschen, für Menschen, mit Menschen.

• wirken vor Ort.

• sensibilisieren durch und mit Kunst für eine ‚politische’ Haltung.

• machen verborgene gesellschaftliche Strukturen bewusst und sichtbar.

• entwerfen Utopien für ein gelingendes gesellschaftliches Miteinander.

Global, lokal und ganz persönlich erleben wir eine Zeit des großen Umbruchs. Künstlerische Prozesse eignen sich besonders, auf Möglichkeiten der Veränderung nicht mehr funktionierender Systeme und Strukturen aufmerksam zu machen und Alternativen zu entwerfen.

Kunstschulen* gestalten** das WIR***! regt einen Mindset an, durch das wir unsere Potentiale für uns selber, aber auch für die anderen bewusst machen, erweitern und einsetzen.

 

Folgenden Punkten wenden wir uns als gemeinsames Team in dem Modellprogramm in 2019 zu. Wir stellen fest, dass wir in vier Bereichen unser Wissen und unsere Praxis erweitern und entwickeln wollen:

1. Notwendige, gelebte Haltung für WIR-Projekte

2. Strukturen in Kunstschulen für WIR-Projekte

3. Wertvoll definierte Lernziele und Lerninhalte für das Feld (kulturelle Bildung)

4. Methoden des kollektiven Handelns durch Kunst

Diesen Film haben wir Ende Oktober 2018 in Berlin aufgenommen.

Kunstschulprojekte – von der kulturellen Teilhabe zu gesellschaftlichem Empowerment

Kunst im Alltag erfahrbar machen war ein Ziel des Förderprogramms generationKUNST – von der kulturellen Teilhabe zu gesellschaftlichem Empowerment.

Bei dem zweijährigen Förderprogramm handelte es sich um ein Programm mit modellhaftem Charakter: Sieben Kunstschulen wurden durch eine Ausschreibung seitens des Landesverbandes eingeladen, experimentelle Projekte durchzuführen, in denen sie mit Kunst in den Alltag hineinwirkten. In ihren Prozessen von der Konzeption über die Erfahrung und deren Dokumentation bis hin zur Auswertung und Übertragung wurden sie beratend begleitet. In dem Modellprogramm wurde Kunst als eine soziale und ästhetische Praxis verstanden, in der es auf einen subjektiven Ausdruck in Form einer Handlung und eines Kommunikationsprozesses ankommt. Mit diesem Verständnis integrierten sich Kunstschulen in die Gesellschaft und nicht umgekehrt, indem Kunstschulen bestimmte Zielgruppen in ihre Einrichtungen integrierten. Dieser Ansatz erforderte Mut und Offenheit, in dem Sinne, dass Kunstschulen an der ästhetischen Praxis der Teilhabenden ansetzten und sie in einem Aushandlungsprozess mit künstlerischen Mitteln darin begleiteten, zu erfahren, was Haltung bedeutet, wie Haltung entsteht und sich verändert.

Wie sah 2017-2018 aus?

Gerahmt wurde das Programm durch eine Auftaktveranstaltung am 2. Juni 2017 in der Kunstschule KunstWerk e.V. in Hannover, die interessierte Kunstschulen im Vorfeld einer Antragstellung in das Thema und das Programm einführte.
Am 8. und 9. November 2018 gab es eine Abschlusstagung  in der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel.

Im September 2017, April, Juni und September 2018 fanden jeweils in Hannover oder Oldenburg die sogenannte Round Tables statt, wo sich die beteiligten Projekte/Kunstschulen intern trafen, um gemeinsam den Prozess zu reflektieren und sich mit- und untereinander fortzubilden. Mit dem Förderprogramm generationKUNST legte der Landesverband einen Rahmen fest, den die Kunstschulen mit individuellen Projektideen füllen konnten. Auf diesem Blog erfährt man, was in den einzelnen Projekten passierte. Von den Round Tables wird in Partner-Treffen berichtet. Im Kalender erfährt man, was wann und wo stattfand- und findet.