10.Februar 2018. 2. Runder Tisch. Referentin Leonie Bosch über social media: Welcome to the Internet!

 

social media: Welcome to the Internet! Ein Blick auf die digitale Welt aus der Sicht der Generation Y
Was machen Jugendliche und junge Erwachsene in den Sozialen Medien? Einführung in die speziellen Charakteristika und Qualitäten von Instagram, Snapchat, Facebook Twitter und Youtube. Was sind Chancen, Möglichkeiten und Risiken? Wo trifft Selbstverwirklichung auf pure Selbstinszenierung? Und wie viel Geld steckt eigentlich dahinter? Und was ist überhaupt ein “Influencer”? Fragen und Antworten, Erfahrungsaustausch

Zu Leonie Bosch: 21, Youtuberin seit sie 15 ist (betreibt einen eigenen Kanal und hat 18000 Fans), studiert Soziale Arbeit in Würzburg und macht z.Zt. ein 6-monatiges Praktikum in der SuchtPrävention in Hamburg. Sie gibt im Moment verstärkt Präsentationen im Bereich Beratung und Elternabende zum “Umgang mit Sozialen und Digitalen Medien” besonders im Kindes-und Jugendalter. Sie ist Autorin in der Publikation „Digitale Medien – Chancen und Risiken“, ein Lernarrangement für die Jahrgangsstufe 7-10, 2017

PDF des Vortrags

Welcome to the Internet © Leonie Bosch 2018

Audio-Mitschnitt des Vortrags und der Diskussion

Video der ersten 25 Minuten:

1Comment
  • p413514
    Posted at 10:05h, 24 Februar Antworten

    Leonie empfahl uns, diesen TED Talk zu hören: Quit social media | Hör auf mit Social Media von Dr. Cal Newport https://www.youtube.com/watch?v=3E7hkPZ-HTk

    Dieser Computer Spezialist redet über drei Kriterien, die er für problematisch an Social Media hält:

    Er hält sich für stabiler und erfolgreicher, weil er kein Social Media benutzt.

    3 Einwände mit Social Media nicht aufhören zu können oder wollen:

    1. Social Media zu lassen heißt eine fundamental neue Technologie des 21. Jahrhunderts zu ignorieren und damit altmodisch zu sein.

    Dr. Cal Newport sagt, Social Media ist keine fundamental neue Technologie, es ist Entertainment, die fundamental neue Technologie nutzt. Diese Entertainmentprogramme stellen Aufmerksamkeits-Ingenieure ein, um unsere Aufmerksamkeit zu binden, soviel und lang wie möglich. Es funktioniert ähnlich wie ein Spielautomat, nur dass wir den nun den ganzen Tag in der Tasche haben und immer wieder zum Spielen gehen.

    2. Wenn ich keine Social Media habe, habe ich ein Problem ökonomisch erfolgreich zu sein. Ich muß da präsent und anwesend sein.

    Was der Markt wertschätzt, sind Wissen und Produkte, die rar und wertvoll sind. D.h. dafür braucht mal aufmerksames Spezialwissen. Menschen werden dich finden, wenn du so arbeitest, egal ob du Instagram hast.

    3. Es ist harmlos, ich habe Spaß damit.
    Es ist nicht harmlos, sondern so gestaltet, dass wir süchtig danach werden.
    Die Forschung hat gezeigt, dass Leute täglich viel Zeit damit bringen, fragmentiert Aufmerksamkeit zu sein. Damit verlieren Menschen ihre Möglichkeit, über einen längeren Zeitraum konzentriert und fokussiert zu sein.
    Es bringt Gefühle von Einsamkeit und Isoliertheit mit sich. Dauernd die nur positiven Nachrichten über die eigenen Freund_innen zu lesen und zu sehen erzeugt ein Gefühl von eigener Unzulänglichkeit. Es erzeugt mentale Störungen wie Angstattacken etc.

    Dr. Cal Newport nennt zwei Vorteile, wenn man Social Media nicht nutzt:

    1. Produktive Zeit: Ich nutze meine fokussierte Konzentration zum Tun meiner Arbeit, bin ungeheuer produktiv und dann habe ich Zeit.
    2. Seelenfrieden: Ich habe eine Freizeit, die friedlich ist. Ich kann Sport machen, im Sessel sitzend lesen, ich gehe spazieren und bin in der Natur.

    Social Media sind ausschließlich Unterhaltungsprogramme, die uns alle binden wollen und nicht essentiell für unser berufliches oder soziales Leben.

    Auf Wikipedia steht, https://de.wikipedia.org/wiki/Social_Media:
    „Social Media (auch soziale Medien)[1] sind digitale Medien und Methoden (vgl. Social Software), die es Nutzern ermöglichen, sich im Internet zu vernetzen, sich also untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in einer definierten Gemeinschaft oder offen in der Gesellschaft zu erstellen und weiterzugeben. Der Begriff „Social Media“ dient auch zur Beschreibung einer neuen Erwartungshaltung an die Kommunikation und wird zur Abgrenzung vom Begriff Medium für ein Druckwerk oder einen Rundfunkkanal stets im Plural verwendet. Dies soll signalisieren, dass es sich um mehr handelt als um einzelne Medien oder Kanäle.
    ….
    Social Media weisen eine Wahlverwandtschaft zu Grundprinzipien der Bürgergesellschaft wie Selbstorganisation und Eigenverantwortung, Partizipation und freier Assoziation auf.[19] In den Ressourcen von Social Media liegt daher Innovations- und Synergiepotenzial für bürgerschaftliches Engagement, Engagementförderung und die Herausbildung einer beteiligungsoffenen Bürgergesellschaft.
    Die Kommunikationsmöglichkeiten via Social Media eröffnen für das individuelle Engagement neue Wege der Selbstorganisation, der Aktivierung von Ressourcen in Netzwerken (Wissen, Kompetenzen, finanzielle Mittel), der Bürgerbeteiligung und Einflussnahme. Das Engagement wird damit eigenverantwortlicher und selbstbestimmter.
    Nutzer von Social Media sind miteinander durch die Möglichkeit der Interaktion verbunden. Einzelne können sich im Kontext eines gemeinsamen Themas miteinander vernetzen und aktiv werden. Mit Hilfe von Social-Media-Anwendungen kann Öffentlichkeit für die eigenen Themen gezielt aufgebaut, informiert, vernetzt und für die eigenen Ziele aktiviert werden – für Online-Aktivitäten und für Engagement- und Protestformen in der „realen“ Welt.“

    Ich bin für mich zu dem Schluß gekommen, Social Media für sich vorsichtig zu unterscheiden und entsprechend zu nutzen: Privat brauche ich diese Medien nicht außer WhatsApp. Beruflich sind für mich Medienprotale wie YouTube, Vimeo und evtl. Facebook interessant, alles, um Infos zu teilen. Im Prinzip stimme ich Dr. Cal Newport zu, was die Phänomene betrifft, die mit Social Media einhergehen und finde es eine interessante Herausforderung, mein Handy evtl. anders oder gar nicht mehr so zu nutzen, wie ich das im Moment tue.

    „Die besten 10“: Soziale Netzwerke und wie ihr sie nutzen könnt in https://www.gruenderkueche.de/fachartikel/die-besten-10-soziale-netzwerke-und-wie-sie-sie-nutzen/ beschreibt die Funktionen noch mal aus professioneller, d.h. Unternehmersicht. Facebook, instagram, google+, twitter, Pinterest, Flickr, Snapchat, YouTube, Vimeo, Tumblr, WhatsApp und FB Messenger, XING, LinkedIn.

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