Neues von der Mauer

Nun hatten wir die ersten beiden Mauertermine, allerdings noch nicht direkt an der Mauer, sondern zur Besprechung in der Kunstwerkstatt. Beim ersten Termin waren vier Leute dabei, bei unserem zweiten Termin heute leider nur ein Teilnehmer. Vielleicht liegt es auch an dem besonders heißen Wetter, das eher zum Schwimmen einlädt als zur Mauergestaltung.

Trotzdem sind bisher einige interessante Ansätze entstanden. Die Bereiche Natur und Ökologie, Bürgerbeteiligung und Transparenz, Dekommerzialisierung sowie der Charme Cuxhavens als Kontrast zur eher klotzigen Bauweise in manchen Großstädten. Auch das Thema Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle – und dies bereits bei den Farben. Am liebsten würde die Gruppe Bio-Farben benutzen, da die Mauer als Kunstwerk zeitlich begrenzt ist und abgerissen wird. Insofern sollten nicht zusätzliche Schadstoffe die Umwelt belasten.

Abzuwarten bleibt, ob die Flüchtlingsgruppen aus Cadenberge oder von der BBS Cuxhaven teilnehmen. Auch der Jugendbeirat hat sich nicht konkret geäußert. Fazit: Alle Angesprochenen sind begeistert, finden es jedoch schwierig, über einen längeren Zeitraum, wie einmal wöchentlich, die Termine einzuhalten.

Dieses Problem, was vielleicht auch ein gesellschaftliches sein kann, hat auch Gabi bereits angesprochen. Sie hat Ähnliches festgestellt. Trotzdem kann man nicht sagen, dass die Cuxhavener kein Interesse an Kunst hätten. Zu einmaligen Aktionen wie der Gestaltung der Bilderwand in Kooperation mit dem Bahnhof haben über 100 mitgemacht. Vielleicht ist für einige die Regelmäßigkeit der Teilnahme ein Problem oder nicht interessant. Viele Schüler gehen zur Ganztagsschule oder haben bereits Hobbys, vielleicht möchten sie sich aber auch nicht noch mehr verpflichten.

Mal schauen, wie es nächstes Mal wird. Dann wollen wir uns lieber direkt an der Mauer treffen und dort planen. Vielleicht lädt die Aktion zu mehr Spontaneität ein. Und es gibt wieder Neues von der Mauer.

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