FEELKLEID-TEILNEHMERin Marion

Ich wollte mich immer schön machen, aber ich wusste nicht wie. Als ich jung war waren lila Latzhosen „in“ und „Frau ist kein Lustobjekt“, und zieht sich auf keinen Fall attraktiv an, und diese ganze Ideologie hat mich auch ein Leben lang daran gehindert rauszufinden, „wie finde ich mich eigentlich schön, oder gar sexy?““

Eine Zeitlang hat Marion nur ungefärbte Naturmaterialien getragen. Nach einer Farbberatung kaufte sie nur noch Sachen, die ihr stehen. Für den Berufsalltag hat sie Teile, die gepasst haben, mehrfach gekauft, z.B. 7 weiße Jeans, für jeden Wochen/Arbeitstag. Nachdem Schüler*Innen ihr sagten, sie sähe immer gleich aus, hat sie lila und türkise Pullover gekauft. Mit 60 hat sie herausgefunden, dass ihr bunte, enge Hosen und kastige Oberteile gut passen. Sie hat auch begonnen, vorhandene Sachen umzuarbeiten. Sie hat vor, aus farbähnlichen Pulloverresten einen neuen Pullover zu nähen.

Marion hat den Pulli ca. 2000 gekauft. Sie weiß nicht mehr, wieviel er gekostet hat. Sie hat ihn oft getragen. Sie weiß nicht, wo der Pullover hergestellt wurde. Es fällt ihr schwer, sich davon zu trennen. Beim Einkauf achtet Uta auf Preis, Qualität, Farbe/Muster, Style/Design und Naturfasern. Pflegehinweise beachtet sie immer. Marion repariert und ändert Kleidung immer.

Sie hat ca. 200 Kleidungsstücke im Schrank und könnte auf 10 % davon verzichten.

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