5.Juli 2017. Sind Kunstschulen (k)ein Berufsfeld?

Ich hatte mit Sabine auf dem Weg nach Wolfenbüttel ein interessantes Thema, nämlich ob Kunstschulen (k)ein Berufsfeld sind. Und wenn sie eines sind, welches Berufsfeld kann man ihnen zuschreiben?

Kunstschule als Ausbildungsort

Kunstschule als Freizeit-/ kulturelles Angebot in Schulen und Kindergärten

Kunstschule als kunstpraktische Werkstatt im Tandem mit akademischen und kunst-vermittelnden Partner-Institutionen

Kunstschule als Feld der Persönlichkeitsentwicklung

 

Ich sehe eine große Bandbreite an Herangehensweisen, Persönlichkeiten, lokalen Kontexten und Interessen innerhalb der Kunstschulen, welche es schwer macht, einen Masterplan zu entwerfen (=one size fits all). Wenn man bei dem Themenfeld des Modellprogramms bleibt, erscheinen mir fünf mögliche Inhalte:

Nachbarschaft kennenlernen und bewegen,

Arbeit und Ästhetik,

Vielstimmigkeit und Selbstrepräsentation,

Austausch und Wissensvermittlung,

Stadt-/Dorfentwicklung und Selbermachen.

 

Mir scheint es an fast allen Schulen strukturelle Themen zu geben, die sich auf unsichere Arbeitsbedingungen mit zu wenig Zeit für die Inhalte beziehen. Peer-to- peer Lernen und Coaching von einer Schule zur Nächsten fällt mir dazu ein, d.h. ein professioneller Austausch untereinander (inhaltlich, systemisch, strukturell, administrativ, …). Was braucht es für eine Kunstschule als Berufsfeld an Training und Wissen, was braucht es, um sich gegenseitig Wissen zu vermitteln? 

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