Wir sind sieben Kunstschulen in Niedersachsen, Sabine Fett, die Vertreterin des Landesverband der Kunstschulen Niedersachsen e.V. , die Künstlerin und Kunstforschende Susanne Bosch sowie die Filmemacherin Eva-Luise Volkmann als Begleitung, die für insgesamt 24 Monate zusammen eine Forschungsreise anhand des Modellprojekts generationKUNST unternahmen. Über die beteiligten Kunstschulen erfährt man etwas im Detail hier.

Der Landesverband der Kunstschulen Niedersachsen e.V. existiert seit 1984 und vertritt zur Zeit 40 niedersächsische Kunstschulen. Diesen bietet er Hilfe zur Selbsthilfe an, indem er sie mittels Maßnahmen und Instrumenten in der Etablierung, Qualifizierung, Professionalisierung und Evaluation ihrer Einrichtungen und MitarbeiterInnen unterstützt und die Verankerung des Konzeptes bilden mit kunst zur Förderung und Sicherstellung der ästhetisch-künstlerischen Bildung im Rahmen der Allgemeinbildung in Niedersachsen befördert.

Bei der Beratung zu allen Fragen rund um professionelles Arbeiten in Kunstschulen stützt sich der Landesverband nicht nur auf seine hauptamtlich besetzte Geschäftsstelle in Hannover, sondern kooperiert bei fachübergreifenden Fragen mit den Kulturfachverbänden, wie z.B. mit der Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Niedersachsen (LKJ), den RegionalberaterInnen der Lag Soziokultur und der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel (Fachbereich Bildende Kunst). Das Beratungsangebot reicht vom Klären von Einzelfragen bis hin zu Fortbildungsveranstaltungen. Genutzt wird das Wissen von Einzelpersonen aus allen Bereichen der Freien Kultur – der eigene sowie das von den Verbandspartnern. Die Beratung steht allen zur Verfügung, die sich mit Kunst und Bildung und mit Kunstschulen als Institution und Methode beschäftigen.

Dr. Sabine Fett ist die Initiatorin des Modellprogramms generationKUNST. Seit April 2001 ist sie die Geschäftsführerin des Landesverbandes der Kunstschulen Niedersachsen e.V.. Nach einer Banklehre studierte sie Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Volkskunde an der CAU Kiel. 1993 promovierte sie mit der Dissertation “Studien zum Werk des Antonio Begarelli. Eine rezeptionsästhetische Analyse des Kunstwerk-Charakters”. Anschließend absolvierte sie ein wissenschaftliches Volontariat in der Neuen Galerie der Staatlichen Museen Kassel. Nach 1995 war sie hauptsächlich zu Ausstellungen und Publikationen zu zeitgenössischen Positionen der Kunst und des Kunsthandwerks, u. a. im Staatlichen Museum Schwerin, tätig.

Susanne Bosch (*1967) ist die Begleiterin dieses Modellprojektes. Sie leitete von 2007 bis 2012 das Masterprogramm „Art in Public“ an der Ulster University in Belfast, Nordirland. Themen ihrer künstlerischen Arbeit sind Geld, Migration, Überleben, gesellschaftliche Visionen und Beteiligungsmodelle als Langzeitfragen im öffentlichen Raum. Formal benutzt Bosch in ihren oft international angesiedelten Projekten orts- und situationsspezifische Ansätze, immer im Dialog mit den vor Ort Angesiedelten. Als Kunstforschende und Lehrende benutzt sie Formate des Art of Hosting sowie Dialogisches durch Sprechen, Schweigen, Zuhören, ferner Schreiben und Workshops/ Wissenstransfer durch praktisches Tun. Von 2014-2018 war sie, neben diesem Modellprogramm in Niedersachsen, die unabhängige Kunst-Forscherin im CAPP Projekt – Collaborative Arts Partnership Programme.

Eva-Luise Volkmann (BLENDE39) ist Filmemacherin im Modellprogramm generationKUNST. Als Filmemacherin entwickelt und realisiert sie Dokumentarfilme und bildungspolitische Filmformate. Als mediale Zeugin hat sie die Projekte vor Ort besucht und dokumentarisch festgehalten. Sie begleitete die Kunstschulen über einen Zeitraum von neun Monaten. Der dokumentierte Moment des jeweiligen Projekts ergab sich aus dem gemeinsamen Erspüren für den geeigneten Zeitpunkt der Filmaufnahmen  und gibt Einblick in die partizipative Arbeit der einzelnen Kunstschulen. Die Beiträge über die Projekte sind auf diesem Blog sichtbar.